wildeiche

Die Wildeiche

Wie alle Eichen ist die Wildeiche ein sommergrüner Laubbaum aus der Familie der Buchengewächse. Sie repräsentiert keine selbstständige Untergattung innerhalb der Gattung der Eichen, sondern bezeichnet eine besondere Sortierung.

Es handelt sich meist um frei stehende Bäume mit einer ausdrucksstarken, markanten Maserung, die viele Äste tragen. Im Fachjargon spricht man daher auch von Asteichen. Ursächlich ist das natürliche Habitat der Wildeichen.

Sie wachsen ausschließlich an anspruchsvollen Standorten, zum Beispiel am Waldrand, bei Geländeeinschnitten oder an schattigen Plätzen. Das Verbreitungsgebiet liegt in den gemäßigten Klimazonen Nordamerikas, Asiens und Europas. Wildeichen können bis zu 50 Meter hoch werden und ein sagenhaftes Alter von bis zu 1000 Jahren erreichen.

Besonderheiten

Das Holz der Wildeiche ist hart und schwer sowie strapazier- und widerstandsfähig. Mit einem Härtegrad von 42 Brinell ist es härter als die meisten seiner Artgenossen und zählt zu den schweren Harthölzern.

Es hat dichte Fasern, die sich gut bearbeiten lassen. Daher kommt die Wildeiche bevorzugt bei der Fertigung von Massivholzmöbeln und teilmassiven Möbeln zum Einsatz, etwa für Tische, Bettgestelle, Bänke, Kommoden und Schränke

Aussehen

Im Unterschied zur Eiche ist die Maserung der Wildeiche auffällig und rustikal. Charakteristisch sind größere Astlöcher, Wuchsrisse, Harzkanäle und Harzstrahlen, die dem Holz eine markante, lebhafte Optik verleihen.

Auch die Jahresringe sind deutlich erkennbar. Zusammen ergeben sie eine fleckig gemusterte kontrastreiche Textur mit sporadisch auftretenden Verdunklungen.

Der Farbton des Kernholzes rangiert von einem mittleren bis zu einem dunklen Braun. Die mäßige Farbveränderung zeigt sich gelblich. Das helle Splintholz ist beim Möbelbau in aller Regel nicht brauchbar und wird vorher aussortiert.

Esche

Die Esche

Die Esche ist ein sommergrüner Laubbaum mit einer dominanten Verbreitung in den gemäßigten Klimazonen Mitteleuropas und darüber hinaus.

Ihr Stamm wird bis zu zwei Meter dick. Ihre Krone ist kugelförmig. Eine Esche kann eine Höhe von über 40 Metern erreichen. Sie bevorzugt feuchte Böden in niederschlagsreichen Gegenden. Darum findet man sie oft in der Nähe von großen Flussläufen, Bachtälern und Auenwäldern. Sie kann aber auch mit wenig Wasser auskommen, solange der Boden kalkhaltig ist.

Wie die heimische Buche und Eiche gehört die Esche zu den langsam wachsenden Bäumen. Dies schlägt sich in einer langen Lebenserwartung nieder. Eschen können unter idealen Bedingungen bis zu 300 Jahre alt werden.

Besonderheiten

Das Holz der Esche ist zäh und biegsam. Es hat einen Härtegrad von 38 Brinell und zählt zu den mittelschweren Harthölzern.
Eschenholz ist für eine Verwendung im Freien nicht geeignet, da es sich schwer imprägnieren lässt.

Außerdem vergilbt das Holz bei starkem Lichteinfall. Aufgrund seiner hohen Elastizität kommt es vermehrt beim Bau von Sportgeräten wie Barrenholmen, Bögen, Schlitten, Speeren und Skiern zum Einsatz.

Aussehen

Die Maserung der Esche ist lebendig und abwechslungsreich.
Ihr Holz ist grobporig und die Jahresringe sind deutlich erkennbar.

Marmorierte und wolkige Zeichnungen sind typisch für das Kernholz und erinnern an die Optik von Olivenholz. Die Esche liefert ein helles, ins Weiße gehendes Holz.

Der Farbton der europäischen und asiatischen Eschenarten rangiert von gelblich weiß bis gräulich weiß. Manchmal neigt der Farbverlauf leicht ins Bräunliche.

Buche

Die Kernbuche

Buchen sind sommergrüne Laubbäume, die in den gemäßigten Klimazonen Nordamerikas, Europas und Asiens wachsen.
Sie gehören zur kleinen Familie der Buchengewächse und zählen weltweit acht bis elf Arten.

Wichtige in Deutschland heimische Arten sind die Rotbuche und die Hainbuche. Rotbuchen sind besonders konkurrenzstark, haben geringe Ansprüche und können auf vielen Böden ihre Wurzeln schlagen.

Hainbuchen bevorzugen kühl-feuchtes Wetter. Sie gedeihen bevorzugt in höheren Gebirgslagen, wenn das Klima zu trocken und zu warm ist.

Besonderheiten

Buchen werden bis zu 300 Jahre alt und können Höhen von bis zu 40 Meter erreichen. In einem Alter von 140 bis 160 Jahren werden sie gefällt und verwertet.

Zu diesem Zeitpunkt haben sie ihre wichtigsten Materialeigenschaften vollständig ausgebildet: Ihr vielseitig verwendbares Holz ist robust, hart und schwer. Der Härtegrad des Holzes liegt zwischen 32 und 34 Brinell. Buchenholz gehört zu den wichtigsten und vielseitigsten Laubhölzern der Forstwirtschaft.

Aus Buchenholz werden zum Beispiel massive Möbel, Treppen, Parkettböden, Furniere, Transportpaletten, Bahnschwellen, Werkzeugstiele und Spielzeug gefertigt. Buchenscheite gelten als erstklassiges Brennholz, das lange hell, heiß und ruhig brennt.

Aussehen

Im Handel unterscheidet man zwischen Buche und Kernbuche. Der Name "Kernbuche" steht nicht für eine eigene Untergattung, sondern verweist auf die Beschaffenheit des Holzes.

Hintergrund:

In älteren Rotbuchen können sich Einschlüsse und falsche Kerne bilden, die wolkige Verfärbungen hinterlassen und einen volleren Farbton aufweisen.

Dadurch ist die Kernbuche lebendiger gemasert als das Holz normal sortierter Rotbuchen und optisch markanter. Sie ist wesentlich dunkler und hat einen kräftigen, rötlich braunen Ton.

Akazie

Die Akazie

Akazien sind strauchartige Gewächse, die in tropischen und subtropischen Gebieten Afrikas, Asiens und Australiens wachsen. Es gibt mehr als 1400 verschiedene Arten und sie können bis zu 30 Meter hoch werden.

Ihr widerstandsfähiges Holz kommt traditionell beim Hütten- und Bootsbau zum Einsatz. Allerdings ist das edle Tropenholz nur in geringen Mengen verfügbar. Wer in Deutschland Möbel oder Parkett aus Akazienholz kauft, erhält in aller Regel Produkte aus Holz der heimischen Robinie.

Die Robinie ähnelt der echten Akazie in puncto Wuchs und Erscheinungsbild, gehört aber zu einer anderen Pflanzengattung. Botaniker sprechen daher von der Robinia pseudoacacia, der falschen Akazie.

Akazie

Die Scheinakazie ist überall in Europa verbreitet und nicht mehr aus der Forstwirtschaft wegzudenken. Zu den heimischen Anbaugebieten zählt das Land Brandenburg.

Der sommergrüne Laubbaum erreicht Höhen von 12 bis 25 Metern.
Er hält Hitze und Trockenheit problemlos stand. Akazien werden 100 bis 200 Jahre alt.

Mit einer überdurchschnittlichen Witterungsbeständigkeit eignen sie sich unbehandelt für die Nutzung in Außenbereichen, z. B. beim Bau von Spielplatzgeräten, Gartenmöbeln und Terrassen.

Besonderheiten und Aussehen

Besonderheiten

Ein botanisches Kuriosum ist die Tatsache, dass die Robinie schnell wächst und Masse zulegt. Zum Vergleich: Sie ist fester, härter und schwerer als die heimische Eiche. Mit einem Härtegrad von 48 Brinell zählt sie zu den strapazierfähigsten Harthölzern Europas. Ihre Schwind- und Quellmaße sind gering. Das heißt, dass sie wenig Wasser an die Umgebung abgibt und wenig von ihr aufnimmt. Dadurch bleibt das Holz weitestgehend formstabil. Trotz seiner extremen Härte und Schwere ist Akazienholz biegsam und elastisch.

Aussehen

Die elegante Maserung der Akazie ist abwechslungsreich und lebhaft. Aufgrund des schnellen Wuchses verlaufen ihre Fasern im Längsschnitt sehr unregelmäßig. Das Kernholz im Zentrum des Stammes ist deutlich dunkler als der ihn umgebende Splint. Das Kernholz dunkelt mit der Zeit nach und schimmert goldbraun. Der schmale Splint ist gelblichweiß und kann bei der Möbelherstellung entfernt werden, um eine einheitliche Kolorierung zu garantieren.

Ahorn

Der Ahornbaum

Ahornbäume gehören zu den beliebtesten Bäumen in Deutschland. Sie begeistern jedes Jahr im Herbst mit einem prächtigen Farbenspiel aus kräftigen Rot- und Gelbtönen.
Ahornholz ist ein wertvolles Edelbauholz, das bei der Herstellung von Möbeln und Musikinstrumenten zum Einsatz kommt.

Der sommergrüne Baum wird bis zu 30 Meter hoch und zählt bis zu 200 Arten. Sein hauptsächliches Verbreitungsgebiet liegt in Eurasien und Nordamerika. In Europa sind zwei Arten besonders weit verbreitet: der Bergahorn und der Spitzahorn.

Aus holz- und forstwirtschaftlicher Perspektive ist vor allem der Bergahorn relevant. Er genießt das kühl-feuchte Wetter und wächst vermehrt in süd- und mitteleuropäischen Gebirgslagen. Sein Holz gilt als sehr robust und wird gerne dort eingesetzt, wo eine ständige Beanspruchung normal ist: als Tisch- und Arbeitsplatten in Wirtshäusern oder als Parkett in Wohnungen.

Besonderheiten

Ahorn ist eine mittelschwere Holzart mit geringem Schwindmaß. Das bedeutet, dass das Holz wenig Feuchtigkeit an seine Umgebung abgibt und seine Form beibehält.

Das Holz ist elastisch und zäh sowie biegefest und hart. Der Härtegrad beträgt 30 Brinell.
Ahorn ist im geringen Maße witterungsbeständig und eignet sich ausschließlich im behandelten Zustand für eine Verwendung im Freien. Falsch gelagert, vergilbt Ahornholz rasch.

Aussehen

Die Maserung weist eine homogene Struktur auf, die von vielen kleinen Poren durchzogen wird.
Wuchsrisse und Astlöcher kommen seltener vor und gelten als dekorative Besonderheit. Der Farbverlauf ist gleichmäßig und ohne sichtbare Übergänge zwischen Splint und Kern.

Bei europäischen Ahornarten können sich feine, hellbraune Linien durch die Maserung ziehen. Bergahorn ist die hellste Holzart und schimmert gelblich weiß. Im Unterschied dazu ist der Spitzahorn rötlich weiß.

Nuss

Der Nussbaum

Der Nussbaum gehört zur Familie der Walnussgewächse und zählt circa 60 Arten. Man findet sie in den gemäßigten und wärmeren Klimazonen Europas, Asiens, Nordamerikas und Südamerikas. Nussbäume bevorzugen das sonnige und trockene Klima des Südens.
Der Walnussbaum stammt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum.

In der Antike kultivierten die Griechen und Römer ihn wegen seiner wohlschmeckenden Früchte. Walnussbäume stehen meist als Solitäre auf nährstoffreichen Böden. Sie wachsen verwildert entlang von Bächen, Waldrändern und -wegen, aber nicht inmitten eines gemischten Laubwaldes, da andere Pflanzen in ihrer Nachbarschaft nicht gut gedeihen können.

Nussbäume reagieren empfindlich auf Spätfröste im Frühling und Frühfroste im Herbst. Aus diesem Grund trifft man sie in Deutschland nur vereinzelt an und sie werden hier kaum kultiviert.

Besonderheiten

Nussbäume werden zwischen 30 und 50 Meter hoch und können einen Durchmesser von 40 bis 80 Zentimetern erreichen. Bis zu einer Stammlänge von 10 Metern sind die Bäume astfrei.

Ihre Krone ist kugelförmig und ausladend. Sogenannte Pfahlwurzeln verankern den Nussbaum tief in der Erde und versorgen ihn mit Nährstoffen. Daher kann er ein Alter von bis zu 150 Jahren erreichen. Das Holz des Walnussbaumes ist hart, zäh und feinfaserig.

Mit einem Härtegrad von 25 bis 28 Brinell zählt es zu den mittelschweren Harthölzern. Nussbaumholz ist ein begehrtes und hochpreisiges Edelholz, das beim Möbel- und Instrumentenbau zum Einsatz kommt.

Aussehen

Die Maserung des Nussbaumes ist lebendig und kontrastreich. Dunkle Adern, deutlich erkennbare Jahresringe und nuancenreiche Farbverläufe zeichnen ein bewegtes Holzbildes.

Astlöcher existieren selten. Das Kernholz weist einen mattbräunlichen Ton auf, der bis ins Schwarze gehen kann. Das ihn umgebende Splintholz ist deutlich heller und neigt zu einem hellen, gräulichen Farbton.

Kirsche

Die Kirsche

Weltweit gibt es rund 200 verschiedene Kirschbaumarten, die in den gemäßigten Klimazonen Nordamerikas, Europas und Asiens wachsen. Es handelt sich um sommergrüne Laubbäume, die halbschattige Standorte und Wärme bevorzugen.

Kirschbäume werden danach unterteilt, ob sie süße oder saure Kirschen tragen. Für die Möbelherstellung werden in der Regel Süßkirschenbäume der Art Prunus avium verwendet. Sie können bis zu 30 Meter hoch werden und einen Durchmesser von einem Meter erreichen.

Ihre ausladenden Äste bilden eine gewölbte Baumkrone. Kirschbäume werden im Alter von 70 Jahren gefällt. Ihr Höchstalter beträgt 100 Jahre.

Besonderheiten

Kirschbaumholz ist zäh, elastisch und fest. Mit einem Härtegrad von 33 bis 36 Brinell gilt es als mittelschweres Hartholz. Es ist feinfaserig und lässt sich gut bearbeiten.

Allerdings ist es weder wetterfest noch pilzresistent. Daher eignet es sich nicht für die Verwendung im Freien, sondern kommt bevorzugt im Innenausbau und bei der Möbelherstellung zum Einsatz.

Für diese Zwecke genießt es einen exzellenten Ruf. Tischler, Zimmerer und Kunsthandwerker vergangener Jahrhunderte haben kunstvolle, repräsentative Barock-, Biedermeier- und Jugendstilmöbel aus Kirschholz gefertigt.

Aussehen

Das Obstholz des Kirschbaumes hat eine elegante und ebenmäßige Maserung. Die Jahresringe sind deutlich erkennbar und bei jungen Bäumen (Frühholz) dicht aneinandergereiht. Bei älteren Bäumen (Spätholz) lockern sie auf und nehmen größere Abstände zueinander ein.

Während Astlöcher selten sind, können Wuchsrisse auftreten. Ein besonderes Strukturmerkmal sind die gut sichtbaren Holzstrahlen. Sie treten in einem blassen Gold- oder Roséton hervor. Das Kernholz des Kirschbaumes ist rötlich braun und das ihn umgebende Splintholz hellgelblich bis weiß.

Räuchereiche

Die Räuchereiche

Die Eiche: Symbol der Langlebigkeit

Menschen unterschiedlicher Kulturen haben der Eiche symbolische Werte wie Treue, Kraft, Stolz und Beständigkeit zugeschrieben. Die Germanen hielten sie sogar für unsterblich. Gar nicht so abwegig, denn Eichen können bis zu 1000 Jahre und älter werden.

Die Materialeigenschaften ihres Holzes sprechen ebenfalls für sich: Eiche ist ein langlebiges, gut zu bearbeitendes Konstruktionsholz, das wetterfest und pilzresistent ist. Aus diesem Grund kam Eichenholz beispielsweise für tragende Balken beim Bau von Fachwerkhäusern zum Einsatz.

Arten und Besonderheiten

Die Eichenfamilie zählt mehr als 600 Arten. Die allermeisten von ihnen wachsen in den gemäßigten Klimazonen Europas, Asiens und Nordamerikas. Zu den wichtigsten heimischen Sorten zählen die Stiel- und die Traubeneiche.

Beide Arten benötigen viel Sonne, wenig Schatten und regelmäßigen Niederschlag. Sie finden ideale Wachstumsbedingungen auf feuchten und lehmhaltigen Böden vor. Das kräftige Wurzelwerk reicht tief in das Erdreich und festigt sie gegen Sturm.

Die Stieleiche findet man vermehrt im Flachland und in Auenwäldern. Die Traubeneiche ist vor allem in höheren Mittelgebirgslagen anzutreffen. Die ausladenden Kronen dieser knorrigen Baumart können bis zu 50 Meter über dem Waldboden aufragen und tragen nährstoffreiche Eicheln.

Beide Eichenarten liefern ein zähes, robustes und strapazierfähiges Hartholz, das bei Tischlern und Möbelherstellern sehr beliebt ist. Der Härtegrad liegt zwischen 37 und 41 Brinell.

Aussehen

Unter der Bezeichnung "Räuchereiche" versteht man Eichenholz, das künstlich nachgedunkelt wurde. Beim Räuchern wird das Holz mit ammoniakhaltigen Substanzen (zum Beispiel Salmiakgeist) begast, wodurch es eine tiefe Bräunung erhält.

Die Gerbsäure in der Eiche reagiert auf das Ammoniak und bildet komplexe Salze aus. Die lichtstabilen und alterungsbeständigen Salze verleihen dem Eichenholz einen tiefbraunen, dunklen Farbton, der in manchen Fällen bis ins Schwarze reicht. Der natürliche Farbverlauf und die elegante Maserung des Holzes bleiben erhalten.

Geräuchertes Eichenholz ist weniger empfindlich gegenüber Licht und fühlt sich geschmeidiger an.

Weißeiche

Eiche Weiß geölt

Die Eiche: Vorkommen und Verbreitung

Die Eiche zählt zu den am weitesten verbreiteten Baumarten Deutschlands und Europas. Sie wächst aber auch in den gemäßigten Klimazonen Asiens und Nordamerikas. Zur Eichenfamilie gehören mehr als 600 verschiedene Arten.

Die zwei wichtigsten Arten sind die Stiel- und die Traubeneiche. Als Lichtbaumarten vertragen sie wenig Schatten, bevorzugen feuchte Böden und viel Niederschlag. Stieleichen findet man vermehrt im Flachland und in Auenwäldern, Traubeneichen in anspruchsvollen Mittelgebirgslagen. Beide Arten wachsen langsam und bilden tief reichende Wurzelwerke aus.

Besonderheiten

Eichen können bis zu 1000 Jahre alt werden. In einem Alter von 150 bis 180 Jahren werden sie in der Regel gefällt.
Bis dahin haben sie alle gewünschten Materialeigenschaften ausgebildet:

Ihr Holz ist hart, schwer und strapazierfähig. Der Härtegrad liegt zwischen 37 und 41 Brinell - je nach Art und Sortierung. Eichenholz ist beliebt für den Hausbau und kommt bei Bodenbelägen, Vertäfelungen und Treppen zum Einsatz.

Außerdem ist es wetterfest und verfügt über eine hohe Resistenz gegenüber holzzersetzenden Organismen. Aus diesem Grund bevorzugen Tischler und Zimmerer Eichenbalken für tragende Konstruktionen und Sanierungen (beispielsweise von Fachwerkhäusern).

Aussehen

Weiß geöltes Eichenholz besticht durch die betont elegante Maserung und sein harmonisches Erscheinungsbild. Das Öl verstärkt den natürlichen Farbverlauf optisch und hellt das Holz leicht auf.

Im Unterschied zu Lasuren und Lackbehandlungen zieht Öl tiefer in die Holzporen ein, ohne sie zu versiegeln. Das heißt, das Holz kann weiterhin atmen. Gleichzeitig weist die Ölschicht Staub, Schmutz und Feuchtigkeit wirksamer ab.

Dadurch erhält das Eichenholz einen geschmeidigen Glanz, ohne dass das natürliche Erscheinungsbild verfälscht wird. Zudem fühlt sich das Holz nach der Veredelung glatter an.

Kalkeiche

Eiche gekälkt

Die Eiche gehört zu den in Deutschland und Mitteleuropa am meisten verbreiteten Baumarten. Ein Hauptgrund für ihre Ausbreitung im frühen Mittelalter ist wirtschaftlicher Natur: Eichenstämme waren als langlebiges Konstruktionsholz beliebt und sind es bis heute. Eichen sind sommergrüne Laubbäume, zu denen weltweit mehr als 600 Arten zählen.

Die beiden wichtigsten Arten in Deutschland sind die Stiel- und die Traubeneiche. Beide vertragen wenig Schatten und benötigen viel Sonne. Die Stieleiche wächst bevorzugt auf feuchteren Böden in niederschlagsreichen Gegenden. Darum findet man sie vermehrt in Auenwäldern und im Flachland.

Das natürliche Habitat der Traubeneiche befindet sich im Mittelgebirge. Beide Arten haben ausladende Kronen, die bis zu 50 Meter über dem Boden aufragen können. Das kräftige Wurzelwerk reicht tief und macht die Eiche sturmfest. Die ältesten Vertreter der Eichenfamilie können bis zu 1000 Jahre alt werden.

Besonderheiten und Aussehen

Eichenholz ist ein robustes, biegsames und strapazierfähiges Hartholz. Sein Härtegrad liegt zwischen 37 und 41 Brinell.

Gekalktes Holz besticht durch eine markante Maserung, die die Astlöcher und Wuchsmerkmale stärker hervorhebt. Die weiße Patina, die sich über das Holz legt, harmonisiert den Farbverlauf und hellt ihn auf.

Diese Optik erinnert an antike Möbel im Landhausstil und versprüht einen Hauch von Vintage-Flair. Um diesen Effekt zu erzielen, kommt eine spezielle Technik zum Einsatz, die man als Kalken oder Patinieren bezeichnet. Beim Kalken werden die Poren des Holzes weiß eingefärbt. Dafür wird eine Kalkpaste oder ein Holzwachs als Füllmaterial verwendet.

Eichen bieten sich für diese Behandlung besonders gut an, weil sie große, offene Poren haben, in die die weiße Farbmasse gespachtelt werden kann.